leitung oder flasche?

wir tragen kisten nach hause, stapeln sie dort, fahren das leergut wieder weg, erzeugen müll, belasten die umwelt und verbrauchen sehr viel unnötige energie. als sportler umso mehr – da wir mehr flüssigkeit konsumieren. leitung oder flasche, was ist die bessere wahl? ich möchte mit einigen infos zum thema zum nachdenken anregen und freue mich über kommentare! 

folgende wasserqualitäten stehen zu unserer wahl:

trinkwasser
trinkwasser, „leitungswasser“, ist aufbereitetes wasser aus brunnen, quellen und oberflächengewässern. es ist ein gut untersuchtes und kontrolliertes lebensmittel: im deutschsprachigen raum bestehen dafür höhere qualitätsanforderungen als für industriell abgepacktes tafel- und mineralwasser. die wasserwerke der versorgungsunternehmen stehen unter engmaschiger kontrolle des gesundheitsamtes. zur sicherstellung der hygienisch einwandfreien wasserversorgung wird unser trinkwasser auf seine mikrobiologischen und chemischen eigenschaften überprüft.  große kommunale versorgungsanlagen müssen manche parameter täglich, kleinere wöchentlich oder in längeren abständen untersuchen. mit der trinkwasserverordnung werden 33 paramter geprüft. über die aktuelle qualität eueres trinkwassers könnt ihr euch bei euerem wasserversorger informieren.

mineralwasser
laut der mineral- und tafelwasserverordnung muss mineralwasser seinen ursprung in einem unterirdischen, vor verunreinigungen geschützten wasservorkommen haben, „von natürlicher reinheit sein“. es muss am quellort abgefüllt sein und bedarf einer amtlichen anerkennung. mit der mineralwasserverordnung werden etwas weniger parameter geprüft als bei der trinkwasserverordnung, die grenzwerte liegen teilweise etwas höher.

tafelwasser
kann aus trink- und/oder mineralwasser hergestellt sein. der abfüller darf mineralsalze, meerwasser oder kohlensäure zusetzen. es benötigt keine amtliche anerkennung und kann überall hergestellt und abgefüllt werden. in vielen fällen konsumiert man in PET-flaschen abgefülltes leitungswasser.

quellwasser
wird aus unterirdischen wasserreservoiren gewonnen und am quellort abgefüllt. es muss weder amtlich anerkannt noch von ursprünglicher reinheit sein. quellwasser unterliegt der trinkwasserverordnung.

heilwasser
muss aus einer heilquelle stammen und unterliegt strengen richtlinien des arzneimittelgesetzes. heilwässer müssen eine medizinische wirksamkeit aufweisen, diese muss gesetzlich anerkannt sein.

wasser aus der flasche – besser als aus der leitung?
erstaunlicherweise hat unser trinkwasser einen schlechten ruf.
 viele denken…

…wasser aus der flasche ist einfach „reiner“.
ein blick auf die wasserflasche zeigt, ob und wann die qualität, z.b. der quelle, zuletzt kontrolliert wurde. 2004? unser trinkwasser wird vom versorger – je nach wohnort – warscheinlich täglich kontrolliert.

…man weiss ja nicht, wie die leitungen von innen aussehen!
das wasserversorgungsunternehmen ist verpflichtet, seinen kunden trinkwasser am ende der hausanschlussleitung in der durch die trinkwasserverordnung geregelten qualität zu liefern. rechtlich bedeutet dies, dass das wasserversorgungsunternehmen bis zu diesem Punkt die verantwortung für die qualität des wassers hat, danach trägt der eigentümer der hausinstallation, also der gebäudeeigentümer, die verantwortung. das ende der hausanschlussleitung ist normalerweise der haupthahn im keller des gebäudes. wenn sie sich bezüglich des restlichen weges nicht sicher sind, lassen sie ihr wasser analysieren, dies gibt ihnen aufschluss über den zustand ihrer leitung. um zu vermeiden, abgestandenes wasser aus der leitung zu trinken, empfiehlt es sich generell, morgens und nach längerer entnahmepause einige liter durchlaufen zu lassen.

…im wasser aus der flasche sind viele mineralstoffe drin.
das gilt nur für hochwertige wässer – hier als beispiel ein vergleich zu trinkwasserqualitäten. oft hat unser trinkwasser die nase sogar vorne.



 

 

 

 

einfach unglaublich: der unterschied für umwelt und geldbeutel.
1000 liter trinkwasser aus der leitung kosten am 1.1.2012 in münchen 16 cent, in nürnberg 20 cent. 1 liter wasser aus der flasche bei apollinaris 89 cent, evian 113 cent, saskia quelle 13 cent. wir erwerben also ein wasser oft schlechterer qualität zu zu einem 1000 mal höheren preis. vom umweltgedanken (transport, recycling…) ganz abgesehen – einfach unglaublich.

…aber im trinkwasser können doch mehr als die 33 geprüften schadstoffe
sein –wie steht es mit nicht geprüften parametern – zum beispiel mit medikamentenresten?
im trinkwasser finden bei stichproben immer häufiger reste von medikamenten wie antibiotika oder schmerzmitteln. die geringen festgestellten mengen sind laut umweltbundesamt für den menschen ungefährlich. doch wie sie tatsächlich langfristig auf den menschen wirken, weiß niemand. zum informieren und nachdenken:

wiwo kurzartikel medikamente im trinkwasser
publikationen vom umweltbundesamt zum thema trinkwasser
wasserwirtschaft in deutschland seite 92 bis 94
arzneimittel in der umwelt

aus der leitung oder aus der flasche, das bleibt jedem selbst überlassen.
eine wirklich schlechte wahl ist aber, trinkwasser, das wir gut und günstig von unserem wasserversorger – aus der leitung – beziehen können, zum tausendfachen preis beim händler als „tafelwasser“ in flaschen zu kaufen und damit die umwelt belasten.

Getaggt mit , , , , , , , ,

24 Gedanken zu „leitung oder flasche?

  1. Muriel sagt:

    War für mich jetzt nicht so anregend, weil ich sowieso schon nur Leitung trinke, aber eine nette Bestätigung. Wenn sich das jetzt noch in Restaurants durchsetzen könnte…

  2. Greyzocker sagt:

    Wir haben extrem hartes Trinkwasser , Kalciumgehalt sehr hoch – sollte das Trikwasser zur Ausfällung des Kalks vorher abgekocht werden ?

  3. hallo greyzocker,
    „hartes“ trinkwasser schmeckt zwar nicht so gut und verkalkt die leitungen, ist aber nicht gesundheitsschädlich. es gibt auch wasserfilter zur „enthärtung“. einfach mal googeln, habe persönlich keine erfahrung mit solchen filtern. gruß, b

  4. sprudel sagt:

    Hallo,
    eine ältere Analyse auf dem Etikett heisst nicht dass das Mineralwasser seitdem nicht mehr untersucht wurde, sondern dass sich das Produkt in seiner Beschaffenheit bzw Mineralisation nicht verändert hat. In der Mineralbrunnenindustrie werden die Erzeugnisse täglich von den Firmen selbst, von beauftragten Laboren (als Gegenprobe) sowie von der Lebensmittelüberwachung durch Stichproben im Handel und unangemeldete Besuche im Abfüllbetrieb kontrolliert.
    wichtig ist auch der Hinweis auf die ursprüngliche Reinheit das Unterscheidungskriterium zu den anderen hier genannten Wasserarten. Ursprünglich rein heisst jegliche Verunreinigung z.B. durch Umweltschadstoffe darf nicht nachgewiesen werden (siehe auch http://www.mineralwasser.com) und umfasst einen vom Gesetzgeber genau fest gelegten Untersuchungsumfang
    denkt vielleicht auch mal jemand an die Arbeitsplätze in der Mineralbrunnenindustrie ?

    • vielen dank für den Beitrag! der Punkt „ursprüngliche Reinheit“ ist für mich auch ein starkes Argument FÜR das Mineralwasser. die Vorstellung, was in unserem Trinkwasser enthalten sein könnte, was NICHT getestet wird (Arzneimittelrückstände, auch wenn es nur Spuren sind… etc.) verunsichert mich.

  5. Tom Blue sagt:

    Hallo miteinander,
    um die nicht untersuchten Parameter an Verunreinigungen, es gibt da sehr sehr viele, ob im Wasser aus Flaschen oder aus der Leitung nicht mittrinken zu müssen, empfiehlt sich eine Wasseraufbereitung. Z. B. eine Umkehr-Osmose-Anlage. Sehr gute Anlagen filtrieren bis zu 99,99% an allen gelösten Stoffen aus dem häuslichen Leitungswasser. Auch die Mineralien, aber die nehmen wir ja hoffentlich ausreichend mit unserer täglichen Nahrung auf. Hauptsache die vielen Hormone, Arzneimittelreste und viele Pestizide, Herbizide, Fungizide sowie Schwermetalle und die noch nicht erforschten Verbindungen daraus belasten nicht jahrzehntelang meinen Körper. Ganz zu schweigen von zugesetztem Chlor und chemischen Mitteln, die das Wasser und die Rohre auf dem langen Weg zu uns schützen sollen. Auch wird das Wasser nicht auf längst verbotene Pestizide untersucht, obwohl sie noch immer im Ökokreislauf sind, sogar zum Teil noch verbotenerweise von Landwirten ausgebracht werden. Und Grenzwerte? Die werden ohne Langzeit-Erfahrungswerte beliebig festgesetzt, mal erhöht, wenn die Belastungsparameter steigt, selten herabgesetzt. Zusammen ergeben viele Grenzwerte auch ein ganz schönes Chemie-Süppchen. Eigentlich wäre die vollständige Reinigung des Trinkwassers Aufgabe der Wasserwerke, aber das käme zu teuer, da ein hoher Prozentsatz des Trinkwassers für alles andere als zum menschlichen Verzehr benutzt wird Industrie, WC, Auto, Garten usw.)
    Flaschenwasser scheidet ausser zu Notfällen wegen des hohen Preises (wie erwähnt) und der enormen Umweltbelastung (Transport, Abfüllung, Plastikplaschen) aus. Ausgenommen wertvolle Heilwässer im Krankheitsfalle.
    Merke: auch ein nur bisschen von jedem Grenzwert ergibt einen gewaltigen Chemiecocktail.
    Selbstvorsorge ist das Gebot der Stunde, in allen Dingen um gesund alt zu werden. Man beachte die riesige Krankheitswelle, die in den „zivilisierten“ Ländern abläuft. Es sind natürlich noch viele mehrere Gründe wie mangelnde Bewegung, Elektrosmog, Chemie im Essen, Fast Food, denaturierte Fabriknahrung, Stress, Gift in der Kleidung, Plastik, Abgase usw. usw.
    Jeder kann trotzdem ein bisschen etwas für sich und für die Umwelt tun….
    Danke fürs Zuhören, ähem Lesen 😉

  6. Muriel sagt:

    Selbstvorsorge ist das Gebot der Stunde, in allen Dingen um gesund alt zu werden. Man beachte die riesige Krankheitswelle, die in den “zivilisierten” Ländern abläuft.

    Gibt es auch Belege für einen Zusammenhang zwischen Verunreinigungen im Leitungswasser, dieser angeblichen „Krankheitswelle“ und verminderter Lebenserwartung?
    Und bist du dir sicher, dass die Grenzwerte dafür „beliebig“ festgesetzt werden? Kannst du das irgendwie untermauern?

    • Tom Blue sagt:

      Hallo Muriel,
      Du hast Recht. Ohne Belege keine saubere Beweisführung.
      Ich habe zwar seit Jahren alles im Kopf und handle danach.
      Ich mache die Belege fertig und reiche sie nach.
      Das gibt mir die Möglichkeit zu einer eigenen fundierten „Wasser-Seite“!
      Gib mir ein wenig Zeit.
      Danke.
      Bis dahin.

    • Tom Blue sagt:

      Hallo,
      ich meinte mit:
      „Selbstvorsorge ist das Gebot der Stunde, in allen Dingen um gesund alt zu werden. Man beachte die riesige Krankheitswelle, die in den “zivilisierten” Ländern abläuft.“, dass
      1. viel zu viele zu krank sind (siehe explodierende Krankheitskosten seit Jahrzehnten)
      2. es viele Gründe sind, warum das so ist
      3. aus diesen Gründen jeder für sich selbst und seine Gesundheit Vorsorge treffen sollte nachdem er sich informiert hat.

      Trinkwasser ist nur ein kleiner Aspekt.
      Allgemein bekannt ist, dass unsauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern zu Krankheiten führt. Trinkwasser in unserem Land hat einen gereinigteren Zustand. Leider werden aber täglich neue synthetische Stoffe in die Umwelt entlassen. Ob als Dünger, Pflanzenschutzmittel, Kunststoffe, Arzneimittelstoffe, Hormone, Textilveredelung, Autoindustrie usw. usw.
      Diese Stoffe existierten früher nicht und waren demnach auch nicht im Trinkwasser.
      Es werden Grenzwerte festgesetzt, jedoch können sie nicht mit Langzeitstudien am Menschen untermauert werden (was nach der Ethik auch verboten wäre). Erst recht nicht der Mix aus diesen vielen bekannten und unbekannten Stoffen.
      Ich finde im Trinkwasser darf gar nichts an chemisch-synthetischen Stoffen enthalten sein, auch nicht zu hohen Werte von natürlich vorkommenden Stoffen wie z. B. Uran.

      Trinkwasser ist nicht alles, Lebensmittel, Kleidung und so viele Dinge des täglichen Lebens sind mit Giftstoffen belastet. All dies ist ein riesiger Mix an Belastung für den menschlichen Organismus, auch für Tiere. Die Summe machts!
      Deshalb meinte ich, nach Kenntnis all dieser Tatsachen, sollte der Idealzustand eine saubere Umwelt, reines Trinkwasser, unbelastete Lebensmittel, giftfreie Kleidung usw. sein, ohne Grenzwerte von Inhaltsstoffen, die früher in der Natur nicht vorkamen.

      Ein wenig habe ich gefunden:
      Künast senkt Nitrofen-Grenzwert in Babynahrung (Anm.: und die Babys davor? Bedenke: es ist ein verbotenes Herbizid und kommt auch heute noch im Trinkwasser vor, es wird aber seit dem Verbot nicht mehr danach gesucht ):
      http://www.n-tv.de/politik/Kuenast-senkt-Grenzwert-article126339.html

      Eine informative Internetseite zum Nachdenken über Umweltproblembereiche:
      http://www.praxisbenner.de/1/umwelt_problembereiche.html

      Greenpeace-Studie von 2004 über die ständige Erhöhung der Grenzwerte:
      http://www.greenpeace.de/themen/chemie/presseerklaerungen/artikel/greenpeace_studie_verbraucherministerium_erlaubt_immer_mehr_giftige_pestizide_im_essen/

      Maßnahmen zur Minderung des Eintrags von Humanarzneimitteln und ihrer Rückstände in das Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung
      Empfehlung des Umweltbundesamtes vom 30.08.2011:
      http://www.umweltdaten.de/wasser/themen/trinkwasserkommission/massnahmeempfehlung_hamr.pdf
      Man beachte, es ist auch der Regierung bekannt (Quelle aus eben dieser Empfehlung):
      „[…]In Deutschland werden jährlich allein im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, also ohne rezeptfreie und privatärztlich verschriebene HAM, etwa 25.000 Tonnen HAMW an die Versicherten abgegeben. Auf die Gesamtbevölkerung umgerechnet, entspricht dies fast 1 Gramm HAMW pro Tag und Person.
      Fließgewässer, die Abwässer aus kommunalen Kläranlagen aufnehmen, enthalten in der Regel Rückstände von HAM nahezu aller wichtigen Indikationsgruppen.[…]“

      Herkunft unseres Trinkwassers
      Der Wasserbedarf In Deutschland wird zu etwa 70-75% aus Grundwasser, 20-25% aus Oberflächenwasser (Flüsse und Seen) und nur zu etwa 5-10% aus Quellwasser (z.B. aus den Gebirgen) gedeckt. Selbst in Regionen, in denen der Quellwasseranteil höher ist als andernorts (wie z.B. in vielen Regionen Bayerns, u.a. auch in München), überwiegt i.d.R. der Anteil an Grund- und Oberflächenwasser deutlich, da ansonsten die Wassermengen für eine flächendeckende Versorgung gar nicht ausreichend wären. Die Qualität unseres Leitungswassers ist somit vor allem abhängig von der Qualität unseres Grund- und Oberflächenwassers. Aber heißt es nicht immer, unser Wasser sei hervorragend und das am „besten geprüfte Lebensmittel“?

      Die Behauptung, das deutsche Leitungswasser sei das am besten geprüfte Lebensmittel ist zumindest insofern nicht falsch, als dass die Anzahl der Grenzwerte, die in der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) festgelegt sind, wesentlich höher ist, als die Anzahl der Grenzwerte in der deutschen Mineralwasserverordnung. Mit anderen Worten: Leitungswasser wird immerhin und seltsamerweise strenger kontrolliert als Mineralwasser, welches man letztlich für viel Geld als „Lebensmittel“ in Flaschen kauft. Doch auch das gewährleistet noch lange nicht, dass unser (Leitungs-)Trinkwasser auch wirklich rein und sauber ist. Während in der TrinwV nur für rund 100 Stoffe Grenzwerte festgelegt wurden, können sich in Wasserproben aus Oberflächengewässern oder dem Grundwasser leicht einige hundert verschiedene chemische Stoffe befinden. Für viele Substanzen, wie z.B. Hormone, Medikamentenrückstände oder Asbestfasern existieren hingegen gar keine Grenzwerte!
      ZDF Abenteuer Wissen – Unsichtbare Gefahren im Trinkwasser:
      http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,7402020,00.html

      Die Problematik von Grenzwerten
      Natürlich bemühen sich die örtlichen Wasserversorger, das Trinkwasser weitestgehend für den Konsumenten aufzubereiten, um zumindest die vorgeschriebenen Grenzwerte der TrinkwV einzuhalten. Sobald dies dann erfüllt ist, dürfen die Wasserwerke in den Lokalmedien die erstklassige Wasserqualität in der jeweiligen Region loben. Dass sich jedoch möglichlicherweise noch zahlreiche Substanzen im Wasser befinden, die per Gesetz gar nicht überprüft werden müssen, wird dabei nicht erwähnt. Doch sogar bei den festgelegten Grenzwerten kommt es immer wieder zu Überschreitungen. Dies wird u.a. durch das Umweltbundesamt bestätigt, das das Grundwasser regelmäßig auf Nitratrückstände kontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass bei mehr als der Hälfte aller Messstellen Nitratkonzentrationen oberhalb des Trinkwassergrenzwertes von 50mg/Liter gemessen wurden.
      Quelle: Umweltbundesamt;
      Link: http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/grundwasser/nigehalt.htm

      Radioaktivität in Lebensmitteln: Grenzwerte – mal so, mal so – weiter lesen auf FOCUS Online:
      http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/tid-21937/radioaktivitaet-in-lebensmitteln-grenzwerte-mal-so-mal-so_aid_617331.html

      Bis dahin.

  7. sprudel sagt:

    Hallo,
    bei der Belegführung bitte nicht vergessen welche Grenzwerte beliebig rauf und runter gesetzt werden und welche Krankheiten allein auf verschmutztes Wasser zurückzuführen sind
    Behauptungen sollten sich mit seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen verifizieren lassen
    Ich möchte auch für die Brauereien und Getränkefachhändler sprechen die tagtäglich viele Privathaushalte beliefern und die Produkte den Kunden dort hintragen wohin er sie haben möchte
    Mineralwasser hat ausserdem eine hohe Bioverfügbarkeit d.h. die aufgenommenen Mineralstoffe und Spurenelemente stehen dem Körper nach Abschluss des Verdauungsprozesses zur weiteren Verwertung zur Verfügung.Wer beispielsweise weder Sport treibt noch einen körperlich anstrengenden Beruf ausübt, keine bestimmten Medikamente einnehmen muss und sich gleichzeitig sehr ausgewogen ernährt- also viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte- kann seinen Mineralstoffbedarf über feste Nahrungsmittel ergänzen. Dies trifft aber nicht auf die gesamte Bevölkerung zu, deshalb ist eine Ergänzung der Nährstoffzufuhr über Mineralwasser naheliegend

  8. sehr informative beiträge, dankeschön!! hier noch zwei links
    hormone im mineralwasser plastikflaschen vs. glasflaschen

    und ökobilanz mineral vs. Leitungswasser

    hmmm…

  9. sprudel sagt:

    Hallo
    zum Thema „Hormone in Mineralwasser “ erschien am 19 August 2011 ein Artikel („Ende eines Alarms“) in der Süddeutschen Zeitung, in dem Entwarnung durch Wissenschaftler aus Stuttgart gegeben wurde

    • Tom Blue sagt:

      Hallo,

      aber bitte den Artikel bis zum Schluss lesen. Er beinhaltet keine Entwarnung!
      Es ist was drin.
      Ich habe gerne Wasser, in dem auch nicht nur kleinste Spuren, ob wirkend oder nicht, nachgewiesen werden können.
      Mein schlimmstes Erlebnis war vor ca. 10 Jahren in Frankreich. Urlaub mit Familie. Einkauf in einem Supermarkt. Durst gehabt und eine PET-Wasserflasche im Bistro dort gekauft und aus Gläsern getrunken. Keiner von uns Vieren hat weitergetrunken. Gottseidank haben wir die „Verunreinigungen“ gerochen und geschmeckt. Widerlich!
      Aber kleine Mengen schmeckt man nicht und trinkt sie mit…
      Und bitte bedenkt, wie schon erwähnt, die „Summenregel“: im Laufe eines Tages, eines Monats, eines Jahres, eines Lebens nimmt der Mensch unzählige Giftstoffe aus vielen unterschiedlichen Quellen auf.
      In den U.S.A. wird übrigens schon die Summenregel bei der Bestimmung von Grenzwerten herangezogen.

      Ach noch was: http://tomblue.wordpress.com/2012/02/01/tetra-pak-ein-skandal/

      • mmmmh, lecker 😦
        igitt. je mehr man sich mit diesen themen beschäftigt…

      • sprudel sagt:

        es gibt dann noch die Bewertung des Bundesinstitut für Risikobewertung(www.bfr.bund.de) zu hormonähnlichen Wirkungen von im Natürlichen Mineralwasser vorkommenden Substanzen, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wurde:
        „weder Hinweise auf östrogenartige Aktivität in den Mineralwässern noch Substanzen die eine solche Aktivität hätten hervorrufen können lägen vor(Stellungnahme Nr.007/02-02-2011)
        mir scheint es liegen in diesem blog vorgefasste Meinungen vor
        deshalb werde ich mich aus dieser pseudo-objektiven Diskussion verabschieden
        verstehe nicht warum man ein natürliches Produkt so abqualifiziert und einen negativen Anstrich verpasst
        ausgesprochen unfair und übertrieben

  10. @sprudel: ich habe keine vorgefasste meinung, wie man im startartikel und in meinen Reaktionen bereits unschwer erkennen kann 🙂 ich bin froh, wenn ich unterschiedliche meinungen lese. von pseudo-objektiv kann keine rede sein. bin auch überhaupt kein mineralwasser-hasser 🙂 siehe auch https://biancahertlein.wordpress.com/2012/02/26/mein-lieblingswasser/

  11. Tom Blue sagt:

    Schade @ Sprudel.
    Bei mir persönlich ist es das angehäufte Wissen um alles was mich interessiert insbesondere Ernährung und Umwelt. Das, was ich mir in 20 Jahren erarbeitet habe, durch Information. Ich bin zuerst objektiv, informiere mich und treffe dann für mich eine Entscheidung. Diese ist dann durchaus als subjektiv zu sehen.
    Ich begrüße es, wenn andere sich durch bereitgestellte Informationen sich eine eigene Meinung bilden. Denn nur selbst kann man eine für sich richtige Entscheidung treffen. Fachmänner haben wir genug. Manchmal sogar bezahlte.
    Und hätten in den letzten Jahrzehnten nicht so viele auf Probleme aufmerksam gemacht, hätte es später viele Einsichten und Veränderungen nicht gegeben. Nur muss man immer wieder aufmerksam machen, denn täglich werden neue Stoffe und Anwendungsarten entwickelt.

    Ein kleiner Hinweis: Aquarianer wissen, dass sie das Leitungswasser für ihre Zierfische vor der Eingabe ins Becken reinigen müssen. Viele Fische reagieren sehr extrem auf die Inhaltsstoffe im Leitungswasser. Die meisten benutzen z. B. eine Umkehrosmoseanlage dazu.
    Aber für sich selbst? So weit reicht manchmal das Nachdenken nicht.
    Oder dass die Angler wissen, dass ca. zwei Drittel der Fische mittlerweile weiblich sind.
    http://www.news.de/gesellschaft/753555832/immer-mehr-flussfische-sind-weiblich/1/
    Oder Männer immer weniger zeugungsunfähiger werden.
    http://derstandard.at/1220459936286

    Weißt Du, schon wenn nur geringste Zweifel an etwas aufkommen, sollte man aufhorchen, nachfragen und evtl. für sich handeln.
    Ich wünsche uns eine weiterhin faire und sachliche Diskussion.
    Danke.

    • kitemichl sagt:

      Hallo,
      Interessante Beiträge deren Inhalt ich auch zum Teil mittrage.
      Ich möchte hier nur mit Nachdruck die Frage stellen warum Menschen an der Qualität des Trinkwassers zweifeln und sich keine Gedanken machen wo ihr geliebtes Bier in vielen Fällen seinen Ursprung hat, ebenso wie Limonaden.
      Was ist oftmals in der Gastronomie wo der Gast Mineralwasser bestellt und carbonisiertes Leitungswasser erhält?
      Wer hat sich schon an den Fastfood-Selbstbedienungs-Zapfanlagen gefragt was er da trinkt, wenn er zwei Stunden später bei seinem Kumpel im gleichen Ort, das selbst-gesprudelte Leitungswasser verweigert?
      Fest steht dass wir ein im weltweiten Vergleich gutes Wasser haben, dass zugegebenermaßen irgendwann nur so gut sein kann wie die Umwelt aus der es gewonnen wird! (Zyklen)
      Doch könnten auch Wasserversorger die tiefen Brunnen anzapfen welche zum Teil seit tausenden Jahren keinen Austausch mit der Umwelt haben!
      Die Wasserversorger fühlen sich aber auch verpflichtet diese Ressourcen zu schonen, auch natürlich wegen der höheren Kosten der Gewinnung, da die Preise für Trinkwasser den Aufwand nicht decken.
      Somit wären wir auch schon am Ende der Analyse denn offensichtlich ist es so dass Mineralwasserhersteller Gewinn-Margen einfahren welche nur noch die Pharmaindustrie in Teilbereichen toppen kann…hihi.
      Und deshalb werden hier auch die Argumente immer „sprudeln“ insbesondere wenn Menschen argumentieren die dieser Branche „nahe stehen“.
      Ich habe Wasserversorger befragt warum diese sich nicht um ein besseres Image bemühen, die Antwort war eine Frage:
      Welchen mengenmäßigen Effekt würden wir erzielen, und welche Wertschöpfung?
      Minimal, da der Preis für Wasser zu gering ist.
      PS: Ichwohne in Süddeutschland, arbeite nicht bei einem Wasserversorger, habe aber beruflich öfters Kontakt mit der Branche, und wesentlich mehr „unbeschwerten“ Einblick in deren Abläufe!
      ICH TRINKE LEITUNGSWASSER SEHR GERNE

      • Tom Blue sagt:

        Hi kitemichl,

        danke für Dein Statement.
        Wo Du Recht hast.
        Deine Argumente sind mir sehr verständlich.
        Allerdings liegt bei meiner Wesensart schon immer die Gefahr, dass ich einfach zu viel rede und schreibe, sozusagen vom „Hölzchen aufs Stöcksen“ komme… 😉
        Mir ist natürlich bekannt was Du erwähnst mit Bier, rückverdünnten Konzentratsäften, Kaffee, Essen in Restaurants und zu Hause, Wasser in der ganzen Produktion in allen Lebensmitteln usw. usf.
        Das hätte in meinem Beitrag den Rahmen gesprengt.
        Du hast Punkte angerissen, die in diesem Thema weiterführen.
        Wenn ich von mir erzählen darf (bitte nicht ;-)) ich benutze gereinigtes Osmosewasser zu Hause, koche alles damit, Kaffee und Tee sowieso, Pflanzen und technische Geräte wie Bügeleisen und Autokühler usw.
        Ich weiß um das Wasser in Restaurants und wähle gezielt für mich aus, bei allen Getränken und den Speisen. Kaufe bewußt ein mit meinem Hintergrundwissen, achte auf alles was ich weiß.
        Mir geht es sehr gut dabei und ich habe Spass am Leben.
        Übrigens trinke ich meistens lieber Trinkwasser in einem Club, Disko oder Restaurant als manches Mineralwasser.
        Aber auch Mineralwasser, wenn das richtige angeboten wird.
        Hier war das Thema Wasser „Leitung oder Flasche“ und dazu habe ich geschrieben.
        Ich bin der Wasserbranche nicht nahestehend, obwohl ich bis vor sechs Jahren mit Biogetränken gehandelt habe, u. a. auch hervorragendem Mineral- und Quellwasser.
        Zu empfehlen sei mal schnell an dieser Stelle (googelt bitte selbst und informiert Euch, warum diese Wässer anders sind als andere):
        PLOSE, wie schon von bianca erwähnt,
        LAURETANA,
        die Wässer der ST. LEONHARDSQUELLE,
        PINEO
        und mittlerweile gibt es noch einige andere sehr zu empfehlende Wässer.
        Allerdings sind mir die Transportwege zu unökologisch.
        In Krankheitsfällen empfehle ich jedoch für einen bestimmten Zeitraum diese Wässer zur Unterstützung der Genesung oder z. B. zum Fasten.

        Leitungswasser in Deutschland hat einen, wie Du sagst entscheidenden sauberen Vorteil gegenüber anderen Ländern dieser Erde. Jedoch, warum darf man nicht sagen, dass es noch bessere Qualitäten geben könnte? Nur weil es besser als anderes ist, heisst es noch lange nicht, dass es nicht noch besser sein kann.
        Apropo Gewinnmargen: Mit Wasser konnte man schon immer das beste Geld verdienen, auch heute noch. Die Margen sind exorbitant hoch. Auch beim Kaffee in der Gastronomie oder bei rückverdünnten Säften oder bei der „schnittfesten“ Tomate, die ohne Geschmack zumeist nur Wasser enthält.
        Gefährlich teuer, auch für die Gesundheit wird es, wenn Leitungswasser als Flaschenwasser, sogenanntes „Tafelwasser“ verkauft wird. Man will eben an diesem Markt teilhaben.

        Man könnte noch soviel schreiben… vom Bier ganz abgesehen… früher richtete sich die Bieherstellung nach den natürlichen Gesetzmäßigkeiten, heute kann vieles künstlich verändert werden, dass Bier entsteht, aber das ist wieder ein anderes Thema.

        Danke für Deinen Beitrag.

        Liebe Grüße
        Tom

  12. kitemichl sagt:

    Hallo Tom,
    Ja richtig, Du stichst aus der gemeinen Masse heraus, weil Du dich offensichtlich auf das Thema einlässt, wie weit und wie umfassend sei jedem selbst überlassen, doch gar nichts wissen und dann erzählen…….
    Ich führe solche Diskussionen öfters in meinem Umfeld weil ich es erschreckend finde wie wenig die Menschen über Wassergewinnung und Qualität wissen.
    Gleichzeitig werden sie natürlich von den Sprudlern aus veritablem Interesse mit deren Argumentation bombardiert.
    Ich stimme Dir zu wenn Du das Tafelwasser thematisierst, hier liegt schon fast Betrug vor da die Firmen echt meistens nur „Leitungswasser“ oder entsprechendes Quellwasser abfüllen!
    Ein echtes Mineralwasser muß oft noch nachbehandelt werden, teilweise auch carbonisiert, da entstehen tatsächlich noch Kosten in der Gewinnung.
    Ich habe in Deinem Beitrag gelesen, dass Du eine Osmoseanlage hast, dies ist der höchste Grad an Wasserreinheit den man mit „eigenen“ Mitteln, abgesehen von der Destillation erzielen kann.
    Ich selbst habe mich dasmit auch schon beschäftigt, allerdings empfehle ich das Wasser nach der Osmose wieder zu mineralisieren, den sonst werden Mineralstoffe aus dem Körper entnommen bzw. ausgespült und müssten bewusst vermehrt durch die Nahrung zugeführt werden, (analog destilliertem Wasser da ist diese Situation sogar gerfährlich)
    Soweit ich gelesen habe gibt es aber auch Anlagen die nicht alles aus dem Wasser herausholen, somit kann sich jeder seinen Reinheitsgrad selbst „basteln“, ich finde auch schon Aktivkohlefilter sehr empfehlenswert.
    Diese Nachbehandlung des Wassers kann in bestimmten Gegenden eine gute Ergänzung am Leitungswasser darstellen, da das Wasser auch überall unterschiedlich ist und jeder ggf. örtlich eingreifen kann, Beispielsweise wenn Chlor zugesetzt wurde, oder in der Wasserschutzzone die Bauern einfach das „Odeln“ oder Düngen übertreiben, und somit Nitratwerte hoch pushen………
    Gruß Michel

  13. Tom Blue sagt:

    Hallo,

    gerade gefunden und mal zum Nachdenken gepostet:
    http://www.derwesten.de/staedte/hagen/streit-um-qualitaet-des-ruhr-trinkwassers-in-hagen-id6337530.html

    Zitat aus diesem Artikel:
    „HINTERGRUND
    Wasser aus 81 Brunnen
    Das Rohwasser wird aus dem Hengsteysee entnommen und zu einer Schnellfilteranlage geleitet, wo kleine Schmutzpartikel ausgefiltert werden.

    Das Wasser gelangt dann über Anreicherungsbecken (Langsam-Sand-Filter) in den Untergrund. Organische Substanzen oxidieren mit Hilfe von Bakterien zu Kohlendioxid und Wasser, Ammonium und Nitrit werden zu Nitrat.

    Das künstlich mit Sauerstoff angereicherte Wasser wird dann über 81 Entnahmebrunnen zurückgewonnen.

    Zur Desinfektion wird das Wasser aus dem Hauptbrunnen mit Chlordioxid versetzt.

    Im nächsten Schritt wird dem Wasser eine Mischung aus Mono- und Polyphosphaten zugesetzt, um das Rohrnetz vor Korrosion zu schützen. Zusätzlich wird Natronlauge zur Entsäuerung zugegeben. Luftzufuhr sorgt für eine weitere Sauerstoffanreicherung.

    Bevor die Förderpumpen das Wasser aus dem Ausgleichsbehälter ins Netz einspeisen, wird zur weiteren Desinfektion Chlor hinzugefügt.“

    Ich weiß warum ich mein Leitungs-(Trink-)wasser filtere 😉

  14. Tom Blue sagt:

    Ganz aktuell und heute Dienstag abend, 6.03. im ZDF!

    TV-TIPP: Unterschätzte Gefahr – Mangelnde Kontrolle beim Trinkwasser
    http://tomblue.wordpress.com/2012/03/06/tv-tipp-unterschatzte-gefahr-mangelnde-kontrolle-beim-trinkwasser/

  15. Tom Blue sagt:

    Sendung war gut, muss ich sagen.
    Wenn ich darf, ich habe viel geschrieben, als Kommentar in meinem Blog. Wenn Du es trotzdem freigibst? Danke.
    Es wäre zuviel, nochmal alles zu schreiben.
    http://tomblue.wordpress.com/2012/03/06/tv-tipp-unterschatzte-gefahr-mangelnde-kontrolle-beim-trinkwasser/#comment-100
    Bis dahin.

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