Schon wieder Schnupfen?

Husten, Niesen, Schnupfen, verstopfte Nase und Halsschmerzen – die typischen Symptome einer Erkältung, eines grippalen Infektes.

Infos zum Krankheitsverlauf
Über 200 verschiedene Viren können diese harmlose, aber lästige Entzündung der oberen Atemwege hervorrufen. Der Krankheitsverlauf dauert normalerweise eine Woche, kann sich aber auch bis zu zwei Wochen hinziehen. Die Ansteckungsgefahr ist zwei bis vier Tage nach Ausbruch der Krankheit am größten. Wer sich frisch angesteckt hat, erkrankt 12 bis 72 Stunden später. Die Nasensekretion ist anfangs wässerig, wird zunehmend dickflüssiger und innerhalb weniger Tage schleimig-gelbgrün, als Zeichen für eine zusätzliche Beteiligung von Bakterien. Riechvermögen und Geschmackssinn sind häufig beeinträchtigt. Kinder können, im Gegensatz zu Erwachsenen, auch leichtes Fieber entwickeln.

Das „Unheil“ kommt über die Nase
Erkältungsviren bevorzugen die Nase als Lebensraum – im Mund vermehren sie sich nicht. Am gemeinsamen Glas steckt sich niemand an, auch nicht am Besteck oder an einer versehentlich verwechselten Zahnbürste. Auch die Ansteckungsgefahr beim Küssen ist sehr gering, denn die Viren gelangen vom Mund über den Speichel in den Magen und werden dort zersetzt. Im Gegensatz zu Mundspeichel sind die Sekrete der Atemwege hochinfektiös. Wenn beim Niesen ein Sprühnebel mit 150 km/h die Nase verlässt, heißt es für die Umstehenden, in Deckung zu gehen. Erkältungsviren kleben zu Millionen aneinander, verpackt in feinsten Tröpfchen aus Nasenschleim. Gelangt einer davon in ein fremdes Riechorgan, ist es geschehen. Schon wenige Meter vom Nieser entfernt, etwa am anderen Ende des Zugabteils, ist man in Sicherheit, da sich die Tröpfchen nicht sehr lange in der Luft halten können.

Direkte  Berührung mit dem Nasensekret überträgt den Virus auf Hände, Kleidung oder ähnliche Gegenstände. Wenn ein Infizierter sich mehrmals am Tag die Nase mit einem Taschentuch putzt, wimmelt es an seinen Händen nur so von Krankheitserregern. Fasst er dann eine Türklinke, einen Telefonhörer oder ein Treppengeländer an, bleiben sie haften und überleben dort bis zu drei Stunden.

So kannst Du Dich gegen eine Erkältung schützen
>Händeschütteln vermeiden
>sich von niesenden und hustenden Menschen fernhalten (ach nee! ;-))
>häufig die Hände waschen
>zum Schutz der Schleimhaut eine Nasensalbe verwenden
>viel Trinken hält ebenfalls die Schleimhäute feucht
>mit einer Nasendusche lassen sich Keime, die sich bereits auf der Schleimhaut abgesetzt haben, wirksam beseitigen
>mit Vitamin C und Zink das Immunsystem unterstützen
>Salbeitee trinken, er hemmt die Virenvermehrung

Wenn es Dich doch erwischt hat, was ist mit…

Sport?
Bei einer Erkältung ist das Immunsystem bereits geschwächt. Große Anstrengungen beim Sport können zu ernsten Folgeerkrankungen wie Angina, Bronchitis oder sogar Herzmuskelentzündungen führen. Also auch bei „harmlosem“ Schnupfen lieber ein paar Tage schonen.

Sauna?
Abhärten in der Sauna funktioniert nur bei gesunden Menschen. Ist die Erkältung schon da, schwächen Saunagänge oder kalte Duschen das Immunsystem noch zusätzlich. Also lieber schonen und warten, bis die Erkältung vorüber ist.

Medikamenten, wie z.B. Antibiotika?
Antibiotika wirken gegen bakterielle Infektionen, aber nicht gegen Viren! Deshalb sind sie im Falle einer Erkältung wirkungslos. Das gleiche gilt für antibiotische Halssprays und „desinfizierende“ Lutschtabletten. Medikamente gegen grippale Infekte wie z.B. Grippostad lindert Symptome wie Kopfschmerzen und Krankheitsgefühl, verkürzen aber nicht den Krankheitsverlauf. Nasensprays trocknen auf Dauer die Schleimhäute aus. Am besten, Du schonst Dich einfach ein bisschen – Dein Körper schafft das auch ohne Medikamente. Lutschpastillen oder Honig lindern Halsbeschwerden. Inhalationen mit Kamille und Nasenduschen mit Meersalz befeuchten die Schleimhäute.

Gesundheit!

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